Webbär – das kleine Webmagazin

18.August 2009

Das Frauenstatut der Grünen

Bündnis 90 / Die GrünenSelten in den Medien, nie in der öffentlichen Kritik, aber immer noch existent ist das so genannte Frauenstatut der grünen Partei Deutschlands. Webbär möchte an dieser Stelle nicht auf die einzelnen Punkte dieses offensichtlich diskriminierenden Statuts eingehen [1] – festzuhalten ist einfach nur, dass bei den Grünen die Mitglieder nicht gleich behandelt werden und nicht gleich sind -, sondern dieses Statut als Beweismittel nutzen, dass positive und oft auch gut gemeinte Diskriminierung [2] schlecht ist. [3]

femaleDas Frauenstatut belegt auf anschauliche Art und Weise, dass die positive Diskriminierung der einen zwingend die negative Diskriminierung der anderen bedingt. Dennoch entspricht die positive Diskriminierung, auch als Affirmative Action [4] bekannt, dem Zeitgeist. Man ist fast versucht zu glauben, dass die alten rechten und rechtsradikalen Diskriminierungskonzepte in neuem Gewand weiter gepflegt werden.

malePositive Diskriminierung oder Affirmative Action sind nicht mit der Bevorzugung von Personen oder Personengruppen aus besonderem Grund zu verwechseln. Nichts spricht beispielsweise dagegen Immigranten mit Hilfsmaßnahmen unter die Arme zu greifen oder Bedürftigen Leistungen zu gewähren oder staatlicherseits Leistungsansporn in Form von Prämien anzubieten. Sehr schlecht ist es dagegen Personen oder Personengruppen ohne besonderen Grund [5] und nur auf Grund bestimmter Merkmalsausprägungen differenziert zu behandeln, wie das beispielsweise Bündnis 90 / DIE GRÜNEN mit ihrem Frauenstatut tun.


[1] Die Leser sind indessen zur Lektüre herzlich eingeladen.
[2] Bei dem hier referenzierten Statut ist das gut Gemeinte allerdings nicht zwingend zu unterstellen.
[3] Am Rande gefragt: Ist das Statut etwa rechtlich nicht zu beanstanden oder findet sich kein Kläger? Wäre es rechtlich zu beanstanden, wenn Männer positiv diskriminiert werden würden?
[4] ein merkwürdiger Begriff, aber in den Staaten bereits 1961 von John F. Kennedy gesetzlich implementiert
[5] Vorsicht: Der „besondere Grund“ ist schnell behauptet, hier gilt es sehr sorgfältig zu prüfen.

2 Kommentare »

  1. Interessantes Post. Es gibt ziemlich treffend meine eigene Meinung zu der Thematik wider. Es wird selten genug auf die negativen Seiten der „political correctness“ aufmerksam gemacht – und wenn, dann leider zu oft auf rechten Seiten, die sich der Materie annehmen (und sie instrumentalisieren), um für ihre dubiosen Anliegen zu werben. Schön, dass dem hier nicht so ist.

    Kommentar von Peter — 24.August 2009 @ 21:02

  2. Jede Frau diskriminiert alle anderen Männer, wenn sie den einen wählt, von dem sie ein Kind will. Jeder Mann diskriminiert alle anderen Frauen, wenn er die eine wählt, mit der er ein Kind will. Es ist an der Zeit, das Diskriminierungsverbot jetzt total durchzusetzen und jedem einzelnen durch eine Räteregierung vorzuschreiben, mit wem er ein Kind zu zeugen hat. Diese Urquelle der Diskriminierung darf nicht bestehen bleiben, wenn wir bei der Antidiskriminierung glaubwürdig sein wollen!

    Kommentar von Pit — 31.Oktober 2009 @ 04:28


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